Die Geheimtür für den Alltagsgebrauch

Jedes herrschaftliche Schloss hat mindestens einen Geheimgang oder einen geheimen Raum. Während des Mittelalters waren diese in der Regel eine Fluchtmöglichkeit aus einer Befestigungsanlage oder sie gewährten Zugang zu einem Versteck. Was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, kann doch auch im Jetzt und Hier funktionieren. Sei es eine Waffenkammer, das geheime Kaminzimmer, ein zweiter Weg in den Garten oder die Garage, oder einfach nur der Weg zur Abstellkammer unter der Treppe. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt, doch wie gestaltet man das ganze Unauffällig? Dieser Frage gehe ich nach und finde Möglichkeiten, um Gänge, Räume oder nur „Schandflecken“ eines Zimmers verschwinden zu lassen.

 

Du siehst nur dich, ich eine geheime Tür

In den Internetforen gibt es zahlreiche Anfragen a la „ich will eine Tür hinter einem Bücherregal verstecken“.Geheime Spiegeltür Meist handelt es sich um eine zweite, selten genutzte Tür in einen anderen Raum oder aber eine unschöne Metalltür z.B. zum Heizungskeller. Natürlich will man diese nicht im direkten Sichtfeld haben, besonders nicht im Wohnzimmer.

Eine Möglichkeit ist es einen großen Spiegel mit dickem Rahmen direkt an der Tür zu befestigen. Wenn die Seitenteile etwas über die nach vorne zu öffnende Tür hinaus stehen, kann mit einem kleinen Abstandshalter genügend Spielraum für die Türbewegung gewährleistet werden, die Türe selbst aber wird nicht erkannt.Sollte der Spiegel zu schwer sein oder frei von der Türe bewegbar, dann muss man mit Zusatzscharnieren und ggf. nach innen versenkten Rollen an der Unterseite des Spiegels arbeiten.

In einem Forum habe ich die Möglichkeit in die andere Richtung entdeckt. So ist der Rahmen der Tür gleichzeitig der Rahmen des Spiegels. Also, rein Äußerlich handelt es sich für den Betrachter nur um einen Wandspiegel. Drückt man aber gegen die Spiegelfläche, so eröffnet sich eine Tür nach hinten. Somit ist also in beide Richtungen die „Spiegeltür“ installierbar.

 

Zeig mir was Du liest, und ich weiß wohin du gehst

Quelle: http://www.fauxbooks.co.uk

Aus Film und Fernsehen kennen wir ihn alle, den „Geheimen Gang“ durch die Bibliotheksregale. Einmal das richtige Buch herausgekippt und schon öffnet sich die Tür. Warum sollen wir das nicht auch für uns nutzen? Es giibt mehrere Möglichkeiten, solch eine Bücherwand zu bauen, jedoch muss man immer die individuellen Gegebenheiten und Beschaffenheiten des Raumes und der Möbel im Raum beachten.

Hier habe ich ein paar Links als Ideengeber:

Geheime Bibliothek

Geheime Tür mit Anleitung

Geheime Schrankwand mit Anleitung

Wasche dich im Geheimen, um sauber zu bleiben

Quelle: http://www.jerosch.com

Besonders ältere Räume haben noch ein unschönes Waschbecken in der Ecke installiert.

Früher zum Putzen oder Anderem genutzt, sieht es heutzutage nicht mehr besonders hübsch aus. Deshalb muss man es aber nicht gleich deinstallieren und die Leitungen verputzen. Wie wäre es mit einem geheimen Waschbecken?

Sollte sich die Nassstelle in einem Erker befinden, ist es leicht, eine Tür oder vielmehr die vorhin erwähnte Spiegel-Geheimtür zu installieren. Ist das Becken aber mitten im Raum, stellen wir doch einen  geschlossenen Schrank oder eine Kommode davor, den/ die wir auf der Rückseite ein wenig präperiert haben. Die Maße des Waschbeckens angezeichnet und die Rückwand ausgeschnitten und schon kann man das Möbelstück in das Waschbecken einpassen. Wenn man nun in seinem Raum einen Schluck Wasser benötigt, muss man nur nach die Schranktüren öffnen und das vormals undekorative Waschbecken eröffnet sich einem.

Diese Methode funktioniert natürlich auch mit Wasserbeulern oder Stromzählern.

 

Das waren nur ein paar Ideen, wie man unschöne Türen, Nieschen oder festinstallierte Gegenstände verschwinden lässt, natürlich mit ein wenig Spielerei.
Mit dieser will ich auch weiter machen. In meinem nächsten Beitrag stelle ich Methoden der automatisierten Öffnungs- oder Schließmechanik vor.

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