Wandschrank bauen à la selfmade-deluxe

Da sitze ich in meinem Büro und denke, hier müsste ein Regal stehen, in dem ich alles aufbewahren könnte. Ja, es liegt einfach viel herum und macht das Zimmer unordentlich. Doch ich habe auch schwere Gegenstände, Elektronik und auch leicht zu beschädigende Ware. Deshalb soll es ein Schwerlastregal sein.
An und für sich nichts Besonderes, doch sind auch solche Regale nicht besonders attraktiv, weswegen ich als neues Projekt die manuelle Verkleidung des Regales mir aufhalse, sprich innen Schwerlastregal, außen Einbauschrank.

Der Aufbau des Schwerlastregals

Die Regalstangen gibts im Baumarkt, ebenso die Aufhängung und die

Schwerlastböden. Ich wähle zwei Einzelregale mit 2500 mm Höhe und 500 mm Breite.
Im Hornbach (Werbung) finde ich die nötigen Zutaten inkl Schrauben. Die Bretter im Toom (Werbung), fast alle, eines zu wenig, weswegen ich fairer Weise auch den V-Markt-Baumarkt (Werbung), hier erwähne.

Das Regal an sich ist nicht schwer aufzubauen.

Mit einer Kollegin zusammen klappt es im liegen die oberen und unteren Regalböden mit den Stangen zu verbinden und dann den Regalkorpus aufzustellen. Bei diesem System sind pro Bodeneck je drei Schreuben und ein L-Winkeleisen zu befestigen. Dies führt zu einer Belastbarkeit von ca 85 kg pro Boden.
Eine Beschreibung gibts dazu im Internet, jedoch nicht besonders ausführlich. Daher hier eine kurze Zusammenfassung:img_20160920_190028

  • Zunächst schraubt man den unteren Teil eines Winkels an die Stange, dies an allen vier Stangen. Anschließend legt man den Boden darauf. Jetzt kann man durch die zwei obenliegenden Löcher den Winkel mit der Stange verbinden. dazwischen liegen die Löcher der Bodenseite.

Stehen die zwei Regale, so verschrauben wir diese ebenfalls miteinander und positionieren sie an die richtige Stelle im Raum.

Die Verkleidung

Ich wähle vier Türen in einer Breite von 500 mm und einer Höhe von 2600 mm. Es sind einfache Regalbretter mit einer Dicke von 19 mm. Kosten bei etwa 25€/ Stück. Richtige Türen kosten einfach mehr als das Doppelte.
Die Seitenwand wird gleich hoch und 600 mm breit, da noch ein Kabelschacht hinter dem Regal vorbeiführt.

Wenn man ein Regal verkleiden will, dann kann man nicht direkt die Türen mit Scharnieren an den Metallstange anbringen. Daher brauche ich ebenfalls weiße Latten mit mindestens 20 mm Dicke.
Um diese zu Befestigen verwende ich 18 mm lange SPAX  – Schrauben und eine kleine Beilagscheibe, dadurch bohre ich später nicht auf der Frontseite durch.

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Der Zusammenbau

Wie soeben erwähnt, nutze ich die SPAX – Schrauben mit Beilagscheiben, um die Bretter zu befestigen. Dazu lege ich die Latte von vorne an, richte sie mit einer Wasserwaage a

us und bohre von hinten mit einem Akkuschrauber die´Schrauben durch die Regalstangenlöcher. Durch die Beilagscheiben kann der Schraubenkopf nicht durch die Löcher rutschen – bei 2600 mm langen Brettern verschraube ich somit alle 400 – 500 mm die Latte mit dem Stangensystem.

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Habe ich die drei Frontseiten fixiert, ist die Seitenwand dran. Diese muss davor noch ausgeschnitten werden – der Kabelkanal, wir erinnern uns 🙂

Jetzt steht die Verkleidung. fehlen noch die Türen. normale Klappscharniere funktionieren nicht, da wir keinen 90° – Winkel zwischen Türen und Schrankbefestigung, sondern die Türen direkt aufliegen und somit der Scharmierwinkel bei 180° liegt. Also sollen es stabile Klappscharniere sein. Hier ist zwar präziese zu arbeiten, da ein späteres anpassen nicht mehr möglich ist, jedoch erhalte ich so meinem 180° – Winkel.
Zuerst also die vier Scharniere pro Tür an dieser im gleichmäßigen Abstand montieren. Oben und unten ein wenig eingerückt ( 50 mm).

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Anschließend hebe ich mit den Kollegen die Türe an die Äußerste Ecke des Schrankes und richte die Tür an der Seitenkante aus. Ebenfalls mit Wasserwaage. Unter die Tür habe ich einen Abstandshalter von etwa 5 mm gelegt. Dieser somit entstandene  Abstand soll ein späteres Kratzen der Türen auf dem Boden verhindern. Ich verwende den selbsen Abstandshalter bei jeder Tür um ein gleichmäßiges Bild zu erhalten. Anschließend fixiere ich die losen Scharnierteile an den zuvor befestigten Latten. Auch hier sind die selben Schrauben mit Beilagscheiben möglich.
Nach der ersten Tür sind die weiteren dran. Ich stelle diese wieder zuerst in Position, eruiere den richtigen Abstand zur bereits befestigten Tür und fixiere auch diese. So fahre ich fort, bis alle Türen hängen. Damit ist der Schrank fertig.
Nun noch die Griffe montieren. Wer will kann auch zusätzliche Holzleisten oben und unten an das Regal anbringen, um den Abstand der freischwingenden Türen und dem Regal zu überbrücken. Dadurch liegen die Türen direkt am Regal an.
Das Regal sollte bitte ebenfalls an der Wand fixiert werden, z.B. mit einem L-Winkel. Das verhindert ein Umkippen,

Fazit

Der Bau hat ca 2 Tage benötigt, jedoch mit einigen Pausen und mehrmaligem Umschrauben der Regalböden und Leisten. Wenn man weiß wie es aussehen soll, dürfte dieses Projekt maximal einen Tag andauern. Es rentiert sich, denn für das gesamte Material habe ich etwa 400,- € ausgegeben, ein Einbauschrank von der Stange kostet mehr und ist nicht Schwerlast-Sicher. Ich wünsche frohes Schaffen.img_20160922_152936

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